Interview mit Annette Weber – Sternschnuppen über Windy Point

Deine LeserInnen loben, wie glaubhaft und traumschön die wilde Landschaft Kanadas im Roman beschrieben ist. Was macht Windy Point zu einem besonderen Setting? Und was fasziniert dich an Kanada?
Annette Weber: »Windy Point ist tatsächlich ein kleiner Ort irgendwo im Nirgendwo Kanadas, aber er liegt wirklich wunderschön auf einer Halbinsel, umgeben von Wald und Wasser. Ich kenne Kanada nur wenig, aber wir waren einige Male im Norden der USA, und die Landschaft ist sehr ähnlich. Ich finde sie sehr beeindruckend, so wild und so rau und auch so riesengroß – man fühlt sich so klein in ihr.«
Wie würdest du deine ProtagonistInnen – die Pferdewirtin Marlene und den Ranchbesitzer Cole – in ein paar Sätzen beschreiben?
Annette Weber: »Marlene ist einfühlsam und empathisch, dazu sehr hilfsbereit, kann sich aber auch schnell verlieren. Cole ist aufmerksam und zurückhaltend, er geht auf Marlene ein und es ist ihm wichtig, dass sie sich wohl fühlt.«
Der Trope des “Fake-Ehemanns” und der “Fake-Beziehung” ist im Romance-Genre eines der absoluten Favoriten. Was denkst du, fasziniert die Menschen so daran?
Annette Weber: »Ich glaube, es ist diese Unverbindlichkeit in der Beziehung. Man ist emotional beteiligt, aber man geht kein echtes Risiko ein, weil man sich ja wieder trennen kann.«
Marlene macht eine beeindruckende Wandlung im Roman durch – und ohne zu viel verraten zu wollen, kann man sagen, dass es ihr am Ende deutlich besser geht als noch am Anfang. 😉 Was können wir aus ihrer Geschichte lernen?
Annette Weber: »Dass man nur dann neu anfangen kann, wenn man sich aus einer alten und vielleicht schwierigen Beziehung gelöst hat.«
Das Gespräch führte Florina Evers aus dem dotbooks-Lektorat.


